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Die Nacktbilder von Jennifer Lawrence, Kate Upton und Co.

Der aufmerksame Internet-Nutzer hat es sicherlich bereits irgendwie irgendwo mitgekriegt: in der Nacht auf heute sind Nacktbilder von Jennifer Lawrence, Kate Upton, Selena Gomez und diversen anderen Stars und Sternchen geleakt worden. Neben viel nackter Haut hat dieses Thema jedoch auch noch einen anderen Aspekt: Die Sicherheit.

Was geschehen ist

Wie Mashable berichtet, wurden die Bilder von einer anonymen Person auf das Imageboard 4chan geladen. Regelmässigen Lesern wird diese Webseite bereits bekannt sein – damals bezeichnete ich 4chan als „Quelle für wunderbare Inspiration und schrecklicher Abgrund des Internets“. Und auch dieses Mal ist die Rolle des Imageboards von zweifelhafter Ehre: die Nacktbilder seien zuerst da aufgetaucht, veröffentlicht von einem „Hacker“. Wer die Bilder nun sehen möchte: Sorry, hier gibt es nichts zu sehen. Mit ein paar gut gewählten Google-Suchbegriffen sollte das Aufspüren jedoch kein Problem sein.

nackbilder

Doch wer 4chan (und allgemein das Internet) ein wenig kennt, weiss auch, dass hier Trolle und Trittbrettfahrer nicht weit sein können. Unter den unzähligen Seiten, die behaupten, die -Promi-Nacktfotos zu zeigen, gibt es bereits unzählige schwarze Schafe, die versuchen, mit Werbung, Phishing und anderen unsauberen Methoden ihr Stückchen von Kuchen abzukriegen. Und auch gefälschte Bilder tauchen in grossen Mengen auf – oft geschickt in die echten Bildersets eingegliedert.

Wie authentisch sind die Nacktbilder?

Genau diese (teils offensichtlichen) Fälschungen verwässern nun die Bilder-Sammlungen uns lassen an der Authentizität des Leaks zweifeln. Bei 4chan und anderen einschlägigen Seiten gibt es natürlich einige selbsternannte Spezialisten, welche die Fotos unter die Lupe genommen haben. Beliebtes Indiz dabei sind beispielsweise Muttermale, die sowohl auf öffentlichen Bildern zu sehen sind. Können diese auch auf den Nacktbildern identifiziert werden, gilt das oft als sicheres Indiz. Natürlich würde da auch Photoshop helfen. Mittels Software wie FotoForensics lassen sich jedoch auch solche Tricksereien oft enttarnen.

Während einzelne Betroffene (indirekt) bestätigt haben, dass die Bilder echt sind, bestreiten andere deren Authentizität. So hat Jennifer Lawrences Anwalt gegenüber Mashable gesagt, dass die jene, welche die gestohlenen Bilder seiner Mandantin veröffentlichen, strafrechtlich verfolgt werden. Andere Stars bestreiten die Echtheit jedoch direkt. Nickelodeon-Sternchen Victoria Justice schreibt auf Twitter beispielsweise: „These so called nudes of me are FAKE people. Let me nip this in the bud right now. *pun intended*“.

Andere Stars haben sich meist noch nicht zu Wort gemeldet. Laut Mashable seien übrigens doch einige betroffen, wie diese Liste zeigt:

Aly and AJ Michalka, Aubrey Plaza, Abby Elliott, Avril Lavigne, Amber Heard, Brie Larson, Candice Swanepoel, Cara Delevigne, Emily Ratjakowski, Farrah Abraham, Gabrielle Union, Hayden Pannettiere, Hope Solo, Hillary Duff, Jenny McCarthy, Kayley Cuoco, Kate Upton, Kate Bosworth, Keke Palmer, Kim Kardashian, Kirsten Dunst, Krysten Ritter, Lea Michele, Lizzy Caplan, Mary Kate Olsen, Mary Elizabeth Winstead, Rihanna, Scarlet Johansson, Selena Gomez, Vanessa Hudgens, Wynona Ryder, Alison Brie and Dave Franco.

selenagomeznude

Wie konnte so etwas passieren?

Laut diversen Quellen seien die Bilder durch einen Hack in die iCloud-Accounts der Betroffenen an die Öffentlichkeit gelangt. Bestätigt wurde das von Apple natürlich nicht und bisher sind auch nicht mehr Details bekannt. Mashable hat bereits einen Artikel zur Sicherheit von iCloud veröffentlicht, der zum Thema der Promi-Nacktfotos jedoch nicht besonders spezifisch wird. Vermutungen legen nahe, dass es sich auch dieses Mal um sogenanntes Social Engineering handelt. Dabei wird versucht, durch direkte oder indirekte Kontakte mit dem „Opfer“ an das nötige Wissen zu gelangen.

Als einfaches Beispiel kann hier die Sicherheitsfrage angesehen werden. „Wie hiess dein erstes Haustier“ ist eine Frage, deren Antwort unwissende Personen schnell auch mal ausplaudern. Damit lässt sich dann ein Passwort zurücksetzen und schon ist man drin.

Was passiert nun?

Egal wie echt die Bilder letztendlich sind: Das Internet vergisst nicht. Man darf also durchaus hinterfragen, weshalb solche Bilder gemacht werden – egal ob Promi oder nicht. Dass die Bilder dann veröffentlicht werden, ist das nächste Thema – ethisch ganz klar fragwürdig, strafrechtlich garantiert nicht sauber. Die Bilder sind nun auf jeden Fall draussen und werden nicht mehr verschwinden.

Ein lustiger Trend, der aus diesem Thema entstanden ist, zeigt der auf Twitter trendende Hashtag #IfMyPhoneGotHacked, unter welchem nun Bilder veröffentlicht werden, die bei einem hack der jeweiligen iPhones publik werden könnten (möglicherweise NSFW):

Titelbild von Mingle MediaTV. Selena-Gomez-Bild von Lisa Bjorheim

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