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Die wunderschöne Geschichte von @ESA_Rosetta und @Philae2014

Fast zehn Jahre lang sind sie unzertrennlich, bereisen zusammen gigantische Distanzen. Und dann, am 12.11.2014 um 10:05 Uhr MET, trennen sie sich. Doch ihre Verbindung bleibt bestehen, ist aktiver denn je. Dies ist die Geschichte von @ESA_Rosetta und @Philae2014, der Weltraum-Mission der ESA, die auf einem Kometen landeten.

Dass ich mich sehr für Raumfahrt, Raketen und Co. interessiere, ist kein Geheimnis. So habe ich auch die heisse Phase der Rosetta-Mission mitverfolgt und mich dann aus fachlicher Sicht gleich noch mehr über die Berichterstattung gefreut. Diese war schlichtweg genial. Zuerst aber kurz der Hintergrund:

Die lange Reise von @ESA_Rosetta und @Philae2014

Vor etwas über zehn Jahren, am 2. März 2004, wurde die Rosetta-Sonde (mit dem Philae-Lander auf ihrem „Rücken“) mit einer Rakete des Typs Ariane 5G+ in den Weltraum befördert. Dies war jedoch nur der Beginn der langen Reise durchs Sonnensystem. Rosetta und Philae umkreisten dabei mehrmals die Sonne und wurde mit Gravitationsmanöver (Swing-by) durch die Schwerkraft von sowohl Mars und auch Erde gelenkt und auch be-/entschleunigt. Eine gute Erklärung hier liefert einerseits SciShow (zum Video) aber auch die ESA selbst, mit ihrer (nicht nur technisch) sehr hochwertigen Simulation auf Where is Rosetta, hier auch eingebunden (spielt da unbedingt auch mit der Maus ein wenig drin ‚rum!):

Am 12. November 2014 war es dann soweit, der grosse Tag der Rosetta-Mission kam und das Social-Media-Highlight des Jahres nahm auf Twitter seinen Lauf:

Die Landung auf dem Kometen 67P

Eine vorbildliche Leistung wurde dann am Tag der Landung vom Kommunikations-Team vollbracht. Die Rosetta-Sonde und der Philae-Lander begannen, öffentlich miteinander über Twitter zu kommunizieren. Die Highlights seht ihr nun hier.

Kurz vor der Trennung, auch noch ein wenig Smalltalk:

Dann ging es los, Philae „springt“ von Rosetta ab:

Dann war der Kontakt zuerst einmal weg, doch dann, etwa zwei Stunden später:

Kurz darauf wurde die Landung vorbereitet:

Und dann, nach einer über zehn Jahre langer Reise, kam die Landung:

Ein wenig dramatisch wurde es dann aber doch noch:

Doch die Sorgen waren von kurzer Dauer:

Am Tag darauf ging es weiter, mit etwas mehr Informationen zur Landung:

Da der Philae-Lander jedoch nicht ganz wie geplant aufsetzte, gab es dann doch noch weitere Entwicklungen:

Während also daran gearbeitet wurde, wurden erneut Fotos ausgetauscht und auch ein wenig gearbeitet:

Um ein wenig Sonnenenergie zu erhaschen, wurde Philae noch ein wenig aktiv – doch alles Gute hat ein Ende. Das Problem ist, dass zu wenig Sonne auf die Solarzellen kommt und deshalb weniger Energie als erwartet zur Verfügung steht.

Und das war sie, die Geschichte von @ESA_Rosetta und @Philae2014. Die ESA hat es hier geschafft, ein eigentlich sehr wissenschaftliches Ereignis in eine unterhaltsame aber auch lehrreiche Geschichte zu verpacken – ein Paradebeispiel dafür, dass Social Media noch nicht ausgelutscht ist. Und wer weiss, vielleicht geht die Geschichte der beiden ja auch bald schon weiter.

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