Kommentare 0

Getestet: Das Nokia Lumia 1520

Bekanntlich bin ich seit Jahren ein überzeugter Android-Nutzer und mein Nexus 4 ist ein treuer Begleiter, welchen ich sehr schätze. Nichts desto trotz habe ich die Chance ergriffen, ein Windows Phone zu testen*: Das Nokia Lumia 1520.

Zuerst ein paar Worte zum System: Ich hatte mich vor dem Lumia-Test noch nie direkt mit Windows Phone beschäftigt, die letzten paar Tage waren also ein grosses Ausprobieren, Umhertippen und Suchen. Wirklich schwierig war der Umstieg dann aber doch nicht, hat man die Kniffe des Systems raus, klappt eigentlich alles ganz gut – sollte es überhaupt klappen können. Auch wenn angegeben wird, dass sich 190’000 Apps im hauseigenen Store befinden, man wird das Gefühl nicht los, hier ein unfertiges Stück Software vor sich zu haben.

Aus irgendeinem unerfindlichen Grund kriege ich im Store bei den Anwendungen zuerst mal die App „Mein Haustier und ich“ (0 Bewertungen, Fr. 3.49) vorgeschlagen. Einen Screen daneben kann ich unter anderem die Kategorie „Samm-lungen“ (ja, mit Bindestrich) auswählen oder mir die besten kostenlosen (Platz 1 ist WhatsApp, danach in den Top 20 sind dann 10 Nokia- Apps) oder bezahlten (Platz 2 ist „Taschenlampe+“, danach gibt es in den Top 10 noch „Hintergrundbilder HD“, „FlashVideo“ und „Tube Download“) Apps anzeigen lassen. Kurz: Der Store und sein Inhalt sind hier gefühlt auf dem Stand von Android im Jahr 2009.

nokia-lumia-1520

Nun aber zum Gerät selbst: Das Lumia 1520 ist riesig. Nicht umsonst wird es auch als Phablet (Phone+Tablet) bezeichnet. Mit einem 6-Zoll-Bildschirm stellt es andere Geräte leicht in den Schatten, und das nicht nur mit der Grösse, auch mit der Qualität. Die 1080p-Auflösung macht besonders beim anschauen von Videos Spass. Der Nachteil der Grösse: Man kann das Gerät nur schwer oder gar nicht einhändig bedienen.

Nichts desto trotz liegt das Lumia sehr angenehm in der Hand – jedoch eher wie ein Tablet als ein Mobiltelefon. Ein grosses Pluspunkt. Das Gerät wirkt nicht nur sehr solide, es ist es auch. Fallen lassen auch ohne Bumper? Kein Problem. Beim Aufschlagen auf rauen Oberflächen gibt es zwar Kratzer am Rand, das ist aber kaum vermeidbar. Leicht störend: Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite sind schnell mit Fingerabdrücken übersät.

http-media.memories.nokia_.com-media-2d2c9fbd-92c3-474d-b467-4f6d9711185d-compressor

Die Vorzeige Komponente bei Nokia-Handys ist/sei auch hier die 20 MP „PureView“-Kamera, welche beispielsweise Cinemagraphs wie das obige produzieren kann. Hier sagen Bilder nun jedoch definitiv mehr als tausend Worte. Folgende Bilder sind folglich unbearbeitet und mit den Standard-Einstellungen des Nokia Lumia 1520.

Mein Fazit nach den ersten Tagen: Das Gerät selbst macht einen soliden, positiven Eindruck. Für meine Verhältnisse ist es etwas zu gross für den Alltagsgebrauch, das ist jedoch Geschmackssache. Das Betriebssystem selbst ist noch nicht so ausgereift, wie Nokia, Microsoft und die Nutzer es wohl gerne hätten – das kann jedoch noch werden. Alles im allem ist das Nokia Lumia 1520 ein gutes Gerät mit klaren Vor- und Nachteilen, mein Nexus 4 wird es jedoch nicht ersetzen.

Weitere Tests findet ihr beispielsweise bei Techstage oder anderen Bloggern, die das Gerät ausprobieren dürfen (Links folgen).

* Hinweis: Dieser Beitrag ist nicht gesponsort. Nokias PR-Agentur Grayling hat mich und einige andere Blogger zu einem unverbindlichen Workshop eingeladen, an welchem wir ein gerät zum Testen erhielten. Donuts gab es keine.

Schreibe eine Antwort