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Hört endlich damit auf, jeden Montag den Montag doof zu finden

Eigentlich lässt sich dieser ganze Artikel hier auf den Titel zusammenfassen. Ganz ehrlich, hört doch bitte endlich auf, jeden Montag den Montag doof zu finden. Wieso? Weil es nichts bringt. Gar nichts.

Klären wir zuerst die Ausnahmen: Es ist okay, jeden Montag auf ein neues den Montag doof zu finden, wenn ihr ein pubertierender stimmungsgestörter Teeny seid. Oder Garfield. Seit den 80ern findet die fette Lasagne-süchtige Katze nämlich Montage doofe. Mindestens seit damals fühlen sich Menschen durch den Montag genervt, gar gedemütigt. Der Unterschied? Damals gab es noch kein Internet und auch noch keine Social-Media-Plattformen. Heute ist das Teilen von persönlichen Ansichten so einfach und folglich so verbreitet wie noch nie zuvor. Und so kommt es, das jeden Montag aufs Neue Personen und auch Firmen ihre Profile mit „Montag ist doof“-ähnlichen Updates füllen.

Schauen wir uns das doch etwas differenzierter an, ganz faktisch:

  • Es ist nachweisbar, dass jede Woche einen Montag hat. Dieser ist einer von sieben Tagen der Woche. Die meisten Jahre haben 52 Montage, manche sogar 53.
  • Der Montag kommt nach dem Sonntag, dem Ende der Woche, an dem man meistens frei hat. Dies gilt dann oft auch für den Samstag.
  • Die meisten Personen beginnen ihre Woche mit dem Montag, gehen Arbeiten, Studieren oder sind sonst irgendwie produktiv.

Soweit alles klar. Doch ist der Montag wirklich so schlecht? Eine Studie besagt, dass wir uns am Montag tatsächlich am miesesten fühlen. Das hat uralte Wurzeln, wir müssen uns nämlich zuerst wieder unserem Stamm (den Mitarbeitenden) annähern, um wirklich produktiv zu werden. Andere Studien sagen jedoch, dass der Sonntag der doofste Tag der Woche sei (siehe Fakten, da haben doch die meisten frei – haben die bereits Angst, vor dem Montag?).

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Zurück zu den „Boah…. Montag“-Status in den Facebooks dieser Welt. Wieso teilen wir es, wenn uns etwas so viel Leid bereitet? Vielleicht, weil wir unser Leid gerne teilen, geteiltes Leid sei ja halbes Leid, so ein Sprichwort. Doch ist das so? Kurz gesagt: Nein. Wir empfinden positive Emotionen intensiver, wenn wir diese mit anderen teilen (siehe Sportveranstaltungen etc.) – gleich ist dies bei negativen Gefühlen, wie der Abneigung gegenüber Montagen. Das Einzige, was wir so kriegen, ist als Zustimmung, dass andere den Montag auch nicht mögen und wir folglich damit richtig liegen, den ersten Wochentag zu bemotzen.

Und was bringt es? Nichts. Niente. Nada. Der nächste Montag kommt. Es ändert sich nichts daran, wenn man sich darüber nervt, nein, wie erwähnt macht es den Tag nur noch schlimmer. Doch gibt es Lösungen? Am einfachsten wäre es natürlich, sich einfach nicht kindisch über einen Wochentag aufzuregen, der ein Mal pro Woche ansteht. Doch das ist vielleicht etwas zu viel zugemutet. Deshalb hier zwei Alternativen:

1. Stellt eure Woche um

Beinahe jeder Kalender hat die Option, die Woche mit dem Sonntag starten zu lassen. Wenn euch der Montag tatsächlich so nervt, weil ihr am ersten Tag der Woche arbeiten müsst, gewöhnt euch einfach daran, dass der Sonntag euer Wochenstart wird. So startet ihr in jede Woche mit einem freien Tag. Und enden tut sie auch weiterhin mit einem freien Tag. Perfekt, oder?

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2. Drückt den „Montage sind doof!“-Button

Vertraut mir, das ändert genau so viel an der Ausgangslage wie ein Tweet oder ein Status-Update auf Facebook. Aber es nervt eure Freunde, Follower, Snapchat-Stalker und YikYak-Kollegen nicht.

Tat gut? Toll. Bitteschön 🙂

Fazit

Wir haben das Jahr 2015. Wir haben Drohnen, die Pakete liefern können, wir haben Pakete, die Drohnen liefern können. Wir haben Batterien, die ganze Häuser versorgen können. Wir haben Zugriff auf mehr Informationen, als wir jemals konsumieren können. Und trotzdem nerven wir uns noch über einen Wochentag. Das ist schwachsinnig.

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Ps: Ihr betreibt das Social-Media-Profil einer Firma, einer Webseite oder von sonst was und möchtet auch mal wieder so einen lustigen „Niemand mag Montag“-Post zu veröffentlichen? Weil, hey, niemand eurer Fans mag Montage? Tut es nicht.

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2 Kommentare

  1. Was für ein mitteleuropäischer mainstream-Artikel

    Und auch hier wird wieder dem Dogma des Bruttosozialprodukts gehuldigt, aber
    mein Sinn im Leben besteht nicht darin dem Staat oder Großfirmen in ihre Tasche,
    sondern an mir selbst zu arbeiten, um am Ende des Lebens zu wissen wofür ich gelebt habe.

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