Kommentare 0

Mehr als nur Gadget-Trash: Mein Kickstarter-Fazit

Egal ob ein Film über Nicolas Tesla, eine speziell hipstertaugliche Kaffeemaschine oder einfach Kartoffelsalat: Auch Kickstarter kann man sein Geld in die unterschiedlichsten Projekte investieren. Und sollten diese genug Geld zusammenkriegen, erhält man sogar etwas zurück.

Kritik vorab: Kartoffelsalat?

kickstarter-kartoffelsalat

Ja, ihr habt oben richtig gelesen: Kartoffelsalat. Dieses Projekt hat (wohl bewusst) die Absurdität gewisser Kickstarter-Ideen aufgezeigt – und dazu noch ein paar Trittbrettfahrer auf den Plan gerufen (siehe eine Suche nach Salat). Ein nicht gerade kleiner Teil von Kickstarter ist kompletter Quatsch. Dies geht von offensichtlich talentlosen Künstlern, die Geld für ein erstes Album wollen, über Gadget-Trash, den man bereits sonst wo günstiger kaufen könnte, bis hin zu Computerspielen, die dann ewig verzögert werden.

Es ist bekanntlich nicht alles Gold, was glänzt – und bei Kickstarter glänzt auch bei Weitem nicht alles. Ein Spontankauf hier (oder auch bei anderen Crowdfunding-Plattformen wie Indiegogo etc.) also eher wenig ratsam.

Meine Erfahrungen mit Kickstarter

In den letzten drei Jahren habe ich Kickstarter immer wieder durchforstet um coole Projekte zu finden, habe von manchen auf News-Seiten gelesen oder wurde von Freunden darauf hingewiesen. Und immer wieder habe ich Geld in mehr oder weniger gute Ideen investiert, meist zufriedenstellend. Nur ein Mal kam ein Projekt nicht zustanden – dabei hätte ich die 3D-Doku über Spaceshuttles so gerne gesehen.

Angefangen hat alles mit einer Dokumentation. Als grosser Fan der Videos von Improv Everywhere fand ich die Idee eines Films, der die Hintergründe zeigt, sehr cool. Während der Film für den Juni 2013 versprochen wurde, erhielten die Backer (also die Unterstützer) dann erst 7 Monate verspätet Zugriff auf den Film – sehr schade.

Ebenfalls nicht zu glücklich wurde ich mit Computerspielen: Währendem ich es bis heute nicht geschafft habe, ein Indie-Game herunterzuladen, fühlt sich der von mir heiss ersehnte Achterbahn-Simulator wie eine endlose Testversion an. Etwas optimistischer bin ich gegenüber den noch nicht fertiggestellten Film-Projekten, der Dokumentation über das Deep Web und dem Trash-Film KUNG FURY – also mal auf Holz klopfen, dass da alles gut kommt.

Mit Hardware, Gadgets oder anderen physischen Projekten habe ich hingegen primär positive Erfahrungen gemacht. Da wäre sicherlich die Indie-Spielkonsole OUYA. Auch wenn sich diese nicht wirklich etabliert hat kam hier eine sehr unterhaltsame Hardware auf den Markt – die z.B. bei uns im Büro steht, für den Spass zwischendurch.

Errungenschaften wie die kleine CloudFTP-Box, welche die jeden USB-Speicher zum Wireless-NAS macht oder den NFC-Ring, der einen NFC-Chip integriert hat und somit beispielsweise mein Handy entsperren kann, erfüllen ihre Versprechen – nicht mehr und nicht weniger. Selbes gilt für minimalistisch gestaltete Portemonnaies oder Stifte, bestehende auf Magneten (super, um im Büro damit herumzuspielen).

Bereits angefreundet mit Johnny Catch – der Gute hat einen festen Platz in meiner Küche und gefällt besonders, weil er so schlicht ist und alles andere als billig wirkt. Kein Bier öffnen aber trotzdem begeistern werden garantiert die Sabertrons, welche wir fürs Büro bestellt haben – „how is this not a thing yet“!

Mein neustes Projekt soll dann jedoch wieder etwas für Ruhe sorgen. Sense ist ein mehrteiliger Schlaf-Sensor, der sich mit dem Smartphone abgleicht. Bei mir soll es meine Android-App ersetzen, jedoch ist das Gadget bereits gross in der Presse. Besonders cool daran ist, dass der Bewegungssensor separat von anderen Sensoren ist und somit Licht, Ton etc. auf dem Nachttisch und die Bewegung am Kissen gemessen werden können. Das Projekt läuft noch bis zum 22. August.

kickstarter-sense

Fazit

Sind wir ehrlich, nur wenige Projekte, die ich hier aufgezählt habe, waren echte Schnäppchen oder richtige Highlights. Auch werde ich von Software oder Filmen in Zukunft absehen, da es oft viele Unklarheiten gibt und das Ergebnis später meistens zum gleichen oder gar tieferen Preis auf andere Plattformen(z.B. bei VHX.tv) verfügbar ist.

Optimistischer bin ich bei der Qualität und der Auswahl an Projekten greifbarerer Natur. So wirkt bei Sense nicht wie ein Bastler-Projekt, hat jedoch einen sehr akzeptablen Preis. Und auch Gegenstände wie der günstige Johnny Catch zeigen, dass es nicht Hightech bedarf, um auf Kickstarter erfolgreich zu sein. Projekte wie diese würde ich deshalb jederzeit wieder unterstützen.

kickstarter-sabertron

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on LinkedInBuffer this pageEmail this to someone

Schreibe eine Antwort